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Was wäre wenn…es keine Autos mehr gäbe…

Stell dir vor morgen gibt es keine Autos und Tankstellen mehr. Plötzlich ist alles anders. Hier eine kleine Gedankenreise über den Arbeitsweg, das Einkaufen, die Serviceangebote der Zukunft, das Familienleben und die weiten Reisen. Der Fokus liegt auf der Mobilität ohne Autos.

Der Arbeitsweg

Morgens stehen die Menschen auf und ziehen sich ihre Regenhosen über und steigen auf ihre Räder. Eine andere Gruppe holt den kleinen Cityroller, den man schon längst gedanklich abgeschrieben hatte, aus dem Keller. Jetzt steht man vor der Tür, es ist Winter und ziemlich kalt. Vorsorglich hat man sich aber die Handschuhe eingepackt und los geht es. Die ersten Bewegungen fallen noch schwer und sind träge. Doch bald schon ist einem ganz wohlig warm und man genießt die Bewegung. An einem vorbei ziehen Gerüche vom Frost, dem Weihnachtsmarkt und dem mobilen Kaffeerad.

Es leuchten überall die kleine roten Lichter. Die Straßen sind breit und geräumig, an den Straßenränder stehen Bäume und an den Ampeln gibt es Trittbretter zum Anlehnen. Entspannt geht es beim nächsten grünen Signal mit einem kräftigen Tritt weiter. Der Postbote fährt an einem vorbei und man grüßt ihn freundlich und fragt sich, ob die Briefe schon jemals ohne Fahrräder ausgetragen wurden. Bei der Arbeitsstelle angekommen, ist man glücklich mit leicht roter Nase und etwas zerzausten Haaren angekommen.

Der Wocheneinkauf

Manche Leute fahren auf ihren alten Drahteseln, während andere sich für Lastenräder entschieden haben. Die Städte fördern diese, sodass es eine erschwingliche Lösung ist. Auf dem Weg zum Supermarkt ist man völlig entspannt, die vielen Parkplätze der Autos existieren schon lange nicht mehr, sodass jedes Fahrrad eine geschützte Unterstellmöglichkeit hat. An diesem Plätzen gibt es eine extra Halterung, sodass der Einkauf bequem ohne Fahrradfallgefahr eingeladen werden kann. Beim Einkaufen kauft man 1/3 weniger ein als früher, da die Lademenge begrenzt ist.

Doch man stellt fest, dass man gar nicht so viele Lebensmittel braucht. Schnell lernten die Menschen nur noch das zu kaufen, was sie wirklich brauchen. Besonders freut man sich über die praktischen Einkaufswägen. Es ist ein etwas größerer Korb auf vier Rollen mit einer Art Luke. An dem eigenen Rad angekommen, fixiert man den Korb an dem eigenen Fahrradkorb öffnet auf beiden Seiten die Luken und schiebt den Einkauf hindurch. Anschließend radelt man fröhlich nach Hause. Dort gibt es bei fast jedem Haus eine kleine Luke. In diese schiebt man seinen Einkauf und drückt seinen Pin. Schon wird der Einkauf in die Wohnung transportiert.

Das Serviceangebote der Zukunft

Aber was ist mit den nicht so mobilen Menschen? Dafür bietet die Zukunft viele Möglichkeiten. Beim Einkauf gibt es sogenannten Lieferdienst „Speed Eat“ dieser fährt mit einem Lastenrad und verteilt so gleich mehrere Einkäufe in der Stadt. Des Weiteren gibt es den Transportdienst für Menschen. Von vielen kleinen Punkte in der Stadt, von denen früher einmal Busse fuhren, fährt nun eine kleine Schwebesitzbahn ab. Man wartet einfach auf den nächsten Sitzplatz und hüpft bei der nächsten Gelegenheit rein. Neben einem gibt es einen Korb um seine Sachen abzustellen. Doch ganz vielleicht gibt es auch den Personentransportfahrraddienst „Fix wie nix“, die einen überall hin transportieren.

Das Familienleben

Die kleinsten Familienmitglieder fahren zunächst auf dem Rad der Eltern mit. Doch schon bald besitzen sie ihre eigenen Laufräder, Dreiräder… Im normalen Radverkehr kommen Sie noch nicht mit. Zum Glück gibt es eine Familienradspur. Auf dieser ist der Verkehr etwas langsamer und die kleinen Radler*innen können sich ganz entspannt zur Kita begeben. Doch wenn die Eltern keine Zeit haben, gibt es Kindersammelräder. Das Rad ist schon etwas ganz besonderes. Man stelle sich ein langes Fahrrad vor, bei dem der Fahrer*in ganz hinten befindet, vor ihm eine zweireihige Sitzreihe mit sechs Plätzen für Kinder. Es können sowohl kleine Kinder in Sitzschalen, als auch ältere Kinder auf Plätzen zum Mitradeln, mitfahren. So wird der Fahrer*in etwas entlastet.

Die Weiten Reisen

Für die weiten Reisen, zum Beispiel nach London, fährt man mit dem Zug.

Dafür meldet man sein Fahrrad mit an und am Bahnhof kommt ein netter Mitarbeiter*in und lädt das Rad auf einem Zugteil ein. Beim Aussteigen werden die Koffer von der Reisegesellschaft direkt zum Hotel gebracht. Doch auch das Camping ist wieder in Mode gekommen, nur gut, dass die innerländischen Reisen vom Staat gefördert werden.

Und die Moral von der Geschichte….

Diese kleine Geschichte ist dadurch entstanden, das wir uns entschieden haben, dass wir kein Auto brauchen. Also verkauften wir dieses und in meinem Kopf fing es an zu rattern, wie eine Welt ohne Autos aussähe. Wie viel Platz für neue Wohnungen, Parks usw. entstehen würden. Welche Möglichkeiten und welche Schwierigkeiten sich für uns ergeben würden. Diese Geschichte ist somit keineswegs dazu gedacht eine perfekte Utopie zu schönen, sondern soll viel mehr zum Anregen der Gedanken dienen. Es geht darum die alten Gedankenmuster aufzubrechen und platz für neue zu machen. Denn viel zu lange wurde uns die bequeme Fortbewegung als umweltfreundlich vorgegaukelt. Leider ist es aber so, weder für die Natur noch für uns ist das Auto fahren gesund. Doch der Schritt bis zur Umsetzung in den Alltag ist schwierig und kann jedoch von dem eigenen Willen beflügelt werden. Also bis dahin viel Freude beim Leeze fahren….

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